Zeittafel Rittergut Kirche Mühle Lübecker Rotspon

Chronik von Wüstenhain

Einem Pommern, dem edlen Ritter "Hanns von Bichow" zu Wüstenhayn", ist es zu verdanken, dass Wüstenhain am 22.07.1377 erstmals urkundlich erwähnt wurde. So waren es auch die adligen Ritter und Gutsherren, die als Kirchen- und Schutzpatronen von Wüstenhain über viele Jahrhunderte die Geschichte des Ortes prägten. Sie wirkten und lebten auf dem heute noch gut erhaltenen Rittergut Wüstenhain, während die Wüstenhainer Bauern und Handwerker im angrenzenden Dorf ihren Lebensmittelpunkt hatten.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts galt Wüstenhain als ein "stockwendisches" Dorf. Obwohl heute keine Wenden (Sorben) mehr in Wüstenhain leben, haben viele wendische Traditionen und Flurnamen die Wirren der Geschichte überlebt. Ungewöhnlich für die Niederlausitz ist, dass "Wüstenhain" ein deutscher Ortsname ist und von den Wenden über "Wustan" zur wendischen Ortsbezeichnung "Hustan" sorabisiert wurde.

Als Ende der 1970er Jahre feststand, dass Wüstenhain dem Tagebau Gräbendorf weichen muss, sank die Einwohnerzahl bis zum Jahr 1990 kontinuierlich auf bis zu 50 Einwohner ab. Erfreulich ist, dass sich die Einwohnerzahl nach der Schließung des Tagebaus fast verdoppelt hat.

Herrenhaus Wüstenhain
Kirchenbuch Wüstenhain
Schäferei Wüstenhain